Top in Offensive, Fair-Play und Zuschauerzahlen

Illertissen H01 Anzeigetafel 300Wer irgendwann in der Statistik nachblättert, macht Erfolg oder Misserfolg im Fußball am Tabellenplatz fest. Nach dieser Saison geht der FC Memmingen als Tabellensechster in die Annalen ein. Es ist die zweitbeste Regionalliga-Runde, die der Allgäuer Traditionsverein überhaupt gespielt hat (13 Siege/9 Unentschieden/12 Niederlagen). Nur in der Spielzeit 2016/17 lief es unter Trainer Stephan Anderl mit dem sportlich erreichten fünften Rang noch besser (15 Siege/7 Unentschieden/12 Niederlage).

Ein Kuriosum ist, dass Anderls Nachfolger Stephan Baierl in dieser Spielzeit einen etwas schlechteren Punktdurchschnitt aufweist als im Halbjahr zuvor, als er als Retter gekommen war. Heuer waren es bei den 34 Spielen 1,41 Punkte im Schnitt, zuvor in 13 Begegnungen durchschnittlich 1,46 Zähler mit denen noch der Kopf aus der Abstiegsschlinge gezogen werden konnte. Weitere Zahlenspiele:

Dauerbrenner: In allen 34 Punktspielen waren Michael Heilig und Furkan Kircicek mit dabei. Heilig hatte mit 3.016 Minuten die höchste Einsatzzeit, stand 33 Mal in der Startelf und wurde einmal eingewechselt. Bedingt durch Rotation, Verletzungen oder Krankheit kamen Torhüter Martin Gruber, Fatjon Celani, Mario Jokic und Fabian Lutz jeweils auf 31 Einsätze.

Offensivdrang: Der zu Türkgücü München abwandernde Kiricicek war mit 14 Treffern und neun Vorlagen der stärkste Angreifer der Memminger. Celani brachte es auf neun Treffer und sieben Vorlagen. Selbst am Saisonende steht Jannik Rochelt, der im Winter zum FC Bayern München II wechselte, noch auf Rang drei dieser Wertung (8/9) beim FCM. 55 geschossene Tore zeugen vom viertbesten Sturm der Liga. Den höchsten Sieg und damit auch die torreichste Begegnung gab es mit 6:2 im Derby gegen den FV Illertissen.

Defensivschwäche: Vorne hui, hinten … naja. 57 Gegentreffer bedeuten in der Abwehrbilanz nur Rang 13. Maßgeblichen Anteil daran hatten die höchsten Saisonniederlagen mit 1:5 in Schweinfurt sowie jeweils 1:4 beim FC Augsburg II und in Illertissen.

Heimbilanz: Den einen oder anderen Sieg hat der FCM zuhause hergeschenkt. Es hätten mehr als 24 Punkte werden können – das bedeutet nur Rang neun in der Heimwertung.

Auswärtsstärke: Die Hälfte der insgesamt 48 Zähler wurden wiederum auch auswärts geholt, was eigentlich kein schlechter Wert ist.

Fairplay: Bis auf die Ausnahme FC Augsburg II waren die erfolgreichsten Mannschaften auch die fairsten während des ganzen Spieljahres. 68 Gelbe, zwei Gelb-Rote und ein knallroter Platzverweis bedeuten für den FCM den ordentlichen fünften Platz in der Sünderwertung. Bemerkenswert: Von der Stammbesatzung blieben Gruber und Winter-Neuzugang Nicholas Helmbrecht ganz ohne Verwarnung. Am fairsten spielte Meister Bayern II, die „bösen Buben“ kommen aus Rosenheim.

Interesse:  Im Schnitt kamen 1.008 Fans in die Memminger Arena und damit fast genauso viele wie im Vorjahr als mit 1860 München noch ein ganz großer Publikumsmagnet dabei war. Nur Viktoria Aschaffenburg (1.212) und der FC Schweinfurt 05 (1.107) hatten eine bessere Resonanz. Nimmt man das Viertelfinalspiel im BFV-Toto-Pokal mit 3.559 Besuchern gegen die Münchner Löwen dazu, pilgerten 20.509 Zuschauer ins Stadion an die Bodenseestraße. Der Zuspruch mit 2.940 Fans gegen den FC Bayern München war zugleich der zweitbeste Punktspiel-Besuch im bayerischen Amateurfußball in der abgelaufenen Spielzeit (Pokalspiele gegen Drittligisten ausgenommen). Möglicherweise bleiben ja die Bayern-Amateure bei einem Scheitern in der Drittliga-Relegation als zuschauerträchtiger Gegner erhalten.

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