Im Nachbarschaftsduell geht es noch ums Prestige

Illertissen H01 Kulisse 300Sportlich ist für beide Mannschaften vor dem Regionalliga-Duell zwischen dem FV Illertissen und dem FC Memmingen die Luft weitgehend raus. Nach unten gesichert, nach oben geht nichts mehr. Ums Prestige und vielleicht auch ein bisschen mehr geht es aber allemal am Samstag (14 Uhr) im Vöhlin-Stadion doch noch. Illertissen will seinen guten Lauf fortsetzen und an den seit sieben Spielen sieglosen Memminger in der Tabelle vorbeiziehen. Der Noch-Sechste FCM hofft indes auf eine Parallelität der Ereignisse: Schon im Hinspiel wurde eine Sieglos-Serie mit einem Derbyerfolg beendet.

Die Lage: Der FV Illertissen hat sich unter Trainer Marco Küntzel (er übernahm schon früh in der Saison für Stefan Anderl) zur viertbesten Rückrunden-Mannschaft gemausert. Deutlich schlechter ist die FCM-Bilanz in der zweiten Halbserie. Nur die Kellerkinder Pipinsried, Rosenheim, Heimstetten sowie Aschaffenburg holten hier weniger Punkte. In der Partie des vorletzten Spieltags fällt vermutlich die Entscheidung, wer heuer den besten Amateurclub in Schwaben stellt und damit die fußballerische Nummer zwei im Bezirk hinter dem FC Augsburg ist.

Der Gegner: Illertissens Sportvorstand Karl-Heinz Bachthaler hat einen Kurswechsel für die nächste Spielzeit angekündigt. Der Etat müsse zurückgefahren werden, es soll vermehrt auf die Jugend gesetzt werden. Akteure aus der zweiten Mannschaft und den A-Junioren erhalten Regionalliga-Verträge. Bachthalers Ziel ist es dennoch, sich weiter im vorderen Tabellendrittel zu behaupten. Die Torleute Felix Kielkopf und Janik Schilder sowie Ruben Beneke und Oktay Layla werden vor dem Anpfiff offiziell verabschiedet. Nicht mehr geplant wird auch mit Torjäger Felix Schröter (15 Saisontreffer), der von anderen Vereinen umworben wird und nicht zu halten ist.

Seitenwechsel: Beim FCM hat aktuell lediglich Trainer Stephan Baierl einen Berührungspunkt mit dem Gegner. Zu seinen Studienzeiten spielte er aktiv für den FVI. Auf der anderen Seite gibt es mit Tim Buchmann, Burak Coban und Philipp Wujewitsch gleich drei Ex-Memminger.

Das FCM-Personal: „Keiner übersteht die Trainingswoche ohne Muskelkater“, kündigte Baierl nach dem enttäuschenden 1:1 Unentschieden gegen Schlusslicht FC Pipinsried an. Ob er die gleiche Elf zur Wiedergutmachung antreten lässt oder umkrempeln wird, ließ der Coach offen.

Die bisherigen Vergleiche: Gleich mit 6:2 hat der FC Memmingen den Nachbarn im Hinspiel dieser Runde abgefertigt. Es war einer von nur zwei Siegen in den bisher 13 ausgetragenen Punktspielen gegeneinander. Zweimal hielt sich der FCM zudem im Pokal gegen Illertissen schadlos.

Fanresonanz: Nicht immer waren die Nachbarschaftsduelle die ganz großen Publikumsmagneten. In der Memminger Arena schwankten die Zuschauerzahlen zwischen 580 und 2.042. Im Vöhlin-Stadion wurde es bislang nur zweimal dreistellig: Zum ersten Duell im Jahr 2012 waren es 1.200 Zuschauer, anfangs der vergangenen Saison 1.420 bei Sommerwetter, das für Samstag eher nicht zu erwarten ist.

Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen:

Tor: Gruber – Abwehr: Boyer, Schmeiser, Jokic, Heilig – Mittelfeld: Kücük, Heger, Rietzler, Helmbrecht – Angriff: Kircicek, Celani.

Auswechselspieler: Manolakis, Watanabe, Hoffmann, Skrijlj, Lutz, Zeche (Tor).

Schiedsrichter: Florian Kornblum (Chieming), Assistenten: Benjamin Sölch, Assad Nouhoum.

(Archivfoto: Patrick Hörnle)

 

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