Gegen Pipinsried: Rietzler will wieder ran

Fuerth H01 Rietzler 300Seine lange Leidenszeit ist vorbei: Seit vier Partien steht Mittelfeldspieler Lukas Rietzler (links Bild) wieder im Kader des Fußball-Regionalligisten FC Memmingen (derzeit sechster Platz/44 Punkte). Kurz vor der Winterpause hatte sich der 21-Jährige im Training einen Wadenbeinbruch und einen Syndesmosebandriss zugezogen und konnte anschließend fast fünf Monate lang nur zusehen. „Das war schon eine ziemlich harte Zeit für mich“, erinnert er sich heute. Doch der wie Kevin Volland aus Thalhofen bei Marktoberdorf stammende Rietzler blickt nach vorn: Wenn es am heutigen Freitag für sein Team zuhause gegen Schlusslicht FC Pipinsried (18./29) geht, zählen für ihn nur drei Punkte. Denn zuletzt blieb der FCM sechsmal in Folge sieglos. Rietzler gibt sich kämpferisch: „Wir müssen das Ruder jetzt noch einmal rumreißen, alles andere wird der geilen Saison nicht gerecht.“ Anstoß in der Memminger Arena ist heute um 19.30 Uhr.

Rietzler ist dabei bewusst, dass es alles andere als einfach werden dürfte. Nicht nur, weil Memmingen gerade eine schwierige Phase durchlebe, sondern auch, weil der Gegner im Abstiegskampf jeden Punkt dringend brauche. Er ist sich sicher: „Das wird ein sehr, sehr umkämpftes Spiel. Pipinsried wird alles reinhauen und wir müssen dagegenhalten.“ Der FCP sei aber auch technisch stärker, als es der Tabellenplatz vermuten lasse. Dass die Oberbayern gefährlich sind, bekam der FCM in der Hinrunde zu spüren: Damals mühten sich die Allgäuer auswärts bei einem offenen Schlagabtausch zu einem 3: 3.

Diesmal sei ein Sieg für Memmingen Pflicht, denn mit seiner Negativ-Serie (zuletzt vier Niederlagen, zwei Unentschieden) laufe der FCM Gefahr, sich seine „eigentlich überragende Saison im Schlussspurt noch zu versauen. Wir wollen die letzten Spiele unbedingt gewinnen.“ Das Team habe sich fest vorgenommen, in der Tabelle nicht noch weiter abzurutschen, sondern sich wieder nach oben zu kämpfen. Die Stimmung in der Mannschaft passe jedenfalls nach wie vor: „Wir sind eine ziemlich junge Truppe und verstehen uns super. Das Training macht richtig Spaß.“

Durch seine lange Zwangspause halfen Rietzler Familie, Freunde und Teamkameraden: „Sie haben mir beigestanden und mich in der schweren Zeit immer wieder abgelenkt. Für jemanden, der sportlich aktiv ist, ist so etwas schlimm. Vor allem im Mannschaftssport, wenn der Rest sich ständig sieht, weiter spielt, zusammen kämpft – und man selbst kann nur zusehen.“ Nicht zuletzt deshalb seien die vergangenen Monate für ihn „richtig schwierig“ gewesen, auch wenn er trotz seines Ausfalls noch relativ häufig beim Team gewesen sei. Seit März steht er wieder auf dem Platz: zunächst nur mit Laufeinheiten, seit einigen Wochen wieder voll im Training.

Trotz allem kommt Rietzler in der laufenden Spielzeit bereits auf 22 Einsätze im Memminger Trikot. Das hat laut dem Ostallgäuer zwei Gründe: „Ich habe mich kurz vor der Winterpause verletzt, die hat ja schon drei Monate gedauert. Außerdem verliefen Heilung und Therapie sehr gut. Ich bin wieder fit, auch wenn Kondition und Ausdauer natürlich noch nicht bei 100 Prozent sind.“ Rietzler, der in Augsburg wohnt und dort Betriebswirtschaft studiert, gehört zu den Stammkräften des ranghöchsten Allgäuer Klubs. Auch gegen Pipinsried hofft er auf einen Einsatz, wenngleich er nicht glaubt, dass seine Kraft schon für 90 Minuten reicht. Rietzler ist sich sicher: „Das wird bestimmt ein sehenswertes Spiel – und wir wollen es unbedingt für uns entscheiden.“

(Von Jan-Mirco Linse - Allgäuer Zeitung vom 03.05.19 - Foto: Olaf Schulze)

 

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