Gegen Schlusslicht Pipinsried soll ein Sieg her

Rosenheim H09 Einlauf 300Drei Spieltage sind in der Fußball-Regionalliga Bayern noch zu absolvieren. Für den FC Memmingen stehen noch zwei Heimspiele und eine Auswärtsbegegnung an. Am Freitag (19.30 Uhr) wird gegen Schlusslicht FC Pipinsried noch einmal unter Flutlicht gespielt. Nächsten Samstag geht es zum Nachbarschaftsduell nach Illertissen und den Abschluss macht am 18. Mai der SV Schalding-Heining.

Die Lage: Die Ziele für die Restsaison haben sich nach sechs sieglosen Begegnungen etwas eingedampft. Eines können die Memminger aber noch erreichen, nämlich bestes schwäbisches Amateurteam und damit die Nummer zwei im Bezirk hinter dem Bundesligisten FC Augsburg zu werden. Dazu müsste der Tabellensechste in der Endabrechnung weiter vor dem FV Illertissen stehen. Nahziel ist es aber erst einmal, endlich wieder einen „Dreier“ zu landen.

Ganz andere Sorgen hat Pipinsried. Zwar wurde mit einem 2:1 Heimsieg über den direkten Konkurrenten Rosenheim ein Lebenszeichen gesendet, aber es steht weiter der letzte Tabellenplatz zu Buche. Es gilt noch einen Relegationsplatz zu erreichen, um dann über den Umweg den Ligaverbleib zu schaffen. Der direkte Klassenerhalt scheint kaum noch möglich.

Der Gegner: Der FC Pipinsried ist zwar ein Dorfclub im Dachauer Land, macht aber immer wieder Schlagzeilen wie die Großen. So zum Beispiel mit dem Trainerintermezzo von Manfred Bender. Der Ex-Profi wurde im September als gleichberechtigter Coach zu Spielertrainer Fabian Hürzeler hinzugeholt, vor Weihnachten war das Gastspiel des Promis nach zehn Begegnungen aber schon wieder beendet. Auch um Hürzeler, mit 26 Jahren der jüngste Regionalliga-Trainer, gab es zuletzt Wirbel. Nach Medienberichten sollte er vor dem Rosenheim-Spiel abgesetzt werden. Offenbar setzte sich aber die Meinung durch, dass ein Wechsel in dieser späten Phase nichts mehr bringe. Die Mannschaft gab jedenfalls in diesem „Do or die“-Spiel die richtige Antwort und zeigte, was in ihr steckt. Pipinsried stellt eine bunt zusammengewürfelte Truppe mit etlichen starken Einzelspielern. Ein Wiedersehen gibt es mit Ex-FCMler Amar Cekic, der heuer mit drei selbst erzielten Toren und 15 Vorlagen zu den offensivstärksten Mittelfeldspielern der Regionalliga zählt. Fehlen wird in Memmingen mit Kasim Rabihic (12 Trefffer) der beste Torschütze. Er sah gegen Rosenheim Gelb-Rot und muss aussetzen.

Nach der Saison zieht es Rabihic zum bereits feststehenden Aufsteiger Türkgücü Ataspor München. Dorthin wird auch sein Vereinskamerad Marian Knecht wechseln. Für die neue Saison hat der aus dem Allgäu kommende FCP-Manager Roman Plesche bereits Steffen Krautschneider (FC Schweinfurt 05) und Daniel Leugner (SV Pullach) an Land gezogen. Auch in der Winterpause gab es schon größere Wechselspiele. So wurden Noel Knoethe (Eintracht Frankfurt), Marcel Zach (Hallescher FC) und Marcel Richter (TSV 1865 Dachau) geholt.

Das FCM-Personal: Marco Schad ist nach seinem Platzweis beim 0:0 in Ingolstadt wegen „rohen Spiels“ für zwei Partien gesperrt worden, wird gegen Pipinsried und in Illertissen fehlen, kann zum Saisonfinale gegen Schalding-Heinig nochmal auflaufen. Stefan Heger ist aktuell der dienstälteste Spieler des FCM. Der 28-jährige will eigentlich auch weiter im Verein bleiben, vermutlich aber nicht mehr in vorderster Reihe. Mit der ersten Mannschaft hat bereits Vieles erreicht. Denkbar ist beispielsweise, dass der Routinier eine Führungsrolle in der U21-Truppe übernimmt. Das hängt aber davon ab, wohin der Lehrer versetzt wird. Die Entscheidung fällt erst in den Sommerferien.

Das Hinspiel: Nach einer 2:1 Pausenführung geriet Memmingen in der zweiten Hälfte in Rückstand, machte aber noch den 3:3 Ausgleich. In unguter Erinnerung ist noch das Geschehen an der Trainerbank. Die direkt dahinter postierten Fans beschimpften die FCM-Delegation, die auch fliegende Zigarettenkippen über sich ergehen lassen musste. Das Ordnungspersonal schritt nicht ein.

Spielerwahl: Die FCM-Fans haben schon fleißig mitgemacht. Ein Favorit bei der Publikumswahl zeichnet sich bereits ab. Noch bis zum 13. Mai kann abgestimmt werden.

Das voraussichtliche Aufgebot des FC Memmingen (Rückennummern in Klammer):

Tor: Martin Gruber (1) – Abwehr: Philipp Boyer (4), Sebastian Schmeiser (5), Mario Jokic (2), Fabian Lutz (24) – Mittelfeld: Olcay Kücük (20), Stefan Heger (8), Michael Heilig (30), Nicholas Helmbrecht (7) – Angriff: Furkan Kircicek (19), Fatjon Celani (9).

Auswechselspieler: Georgios Manolakis (3), Lukas Rietzler (6), Ensar Skrijelj (11), Natsuhiko Watanabe (21), Dennis Hoffmann (31), Fabio Zeche (22/Tor).

Schiedsrichter: Luka Beretic (Friedberg/Schwaben); Assistenten: Florian Wildegger (Wehringen), Florian Heilgemeir (Stadtbergen).

(Foto: Olaf Schulze)

 

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