Regionalliga: FC Ingolstadt 04 II – FC Memmingen 0:0

Ingolstadt A01 Platzverweis Schad 300Mit einem 0:0 Unentschieden beim FC Ingolstadt 04 II hat der FC Memmingen im vorletzten Regionalliga-Auswärtsspiel der Saison nach vier Niederlagen in Folge wieder gepunktet. Fast die gesamte zweite Halbzeit mussten die Allgäuer nach einem Platzverweis von Marco Schad in Unterzahl überstehen. Zudem musste Kapitän Sebastian Schmeiser verletzt ausgewechselt werden.

Die Ingolstädter Bundesliga-Reserve erhielt durch Tobias Schröck und Torhüter Marco Knaller Unterstützung aus dem Profibereich. FCM-Trainer Stephan Baierl stellte nach der Negativserie ebenfalls auf einigen Positionen um, zwischen den Pfosten durfte noch einmal der zum Rundenende scheidende Fabio Zeche an. Er verlebte, wie sein Gegenüber, einen ruhigen Samstagnachmittag. Es gab zwar viele Zweikämpfe, aber das Geschehen spielte sich überwiegend zwischen den Strafräumen ab, Torraumszenen blieben Mangelware. Für die spärlichen 150 Zuschauer im ESV-Stadion war es damit eher ein Langweiler. Marcel Kosuch, der in der Jugend in Memmingen spielte, hatte in der ersten Halbzeit ein, zwei Halbchancen. Bei einem Schröck-Freistoß war Zeche auf dem Posten. Folgenreich sollte ein Stürmerfoul von Amar Suljic an Schmeiser erweisen (42.). Der Memminger Abwehrchef kehrte zwar noch einmal aus der Kabine zurück, musste aber wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff verletzt aufgeben.

Gleich darauf flog der bereits in der ersten Hälfte für Fabian Lutz gekommene Schad mit der Roten Karte vom Platz. Genau auf der Mittellinie traf er mit voller Wucht mit hohem Bein den Ball, aber auch den Kopf seines Gegenspielers Markus Pöllner (52.) Aus Memminger Sicht war es zwar „gefährliches Spiel“, aber keineswegs ein grobes oder gar vorsätzliches Foul, der Platzverweiseine somit zu harte Entscheidung von der sich Schiedsrichter Julian Kreye trotz aller Proteste aber nicht mehr abbringen ließ. Pöllner konnte nach einer Behandlung weitermachen und räumte laut Bernd Kunze (sportlicher Leiter) nach dem Abpfiff ein, gar nicht getroffen worden zu sein.

Die Gastgeber versuchten die Überzahl auszunutzen, rannten an – aber richtige Hochkaräter ergaben sich eigentlich nicht. Die Memminger Defensive stand bis zum Schluss stabil, nach vorne ging wenig bis nichts. „Bis zum Platzverweis war das Spiel sehr ausgeglichen. Danach war es für uns schwieriger, aber wir haben es sehr gut gemacht. Ich bin froh, dass wir hier einen Punkt mit nach Hause nehmen", lautete das Fazit von Baierl. „Stressig, intensiv und hektisch“ war der Abend für FCI-Coach Tobias Strobl: „Wir konnten uns trotz Überzahl kaum klare Chancen erarbeiten, weshalb wir mit dem Unentschieden zufrieden sein müssen."

Nach dem 31. Spieltag steht fest, dass der FC Memmingen den Klassenerhalt auch rechnerisch sicher hat. Jetzt zeigt sich, wie wichtig die gute Vorrunde mit 29 Punkten war. In der Rückrunde wurden – bei drei noch ausstehenden Begegnungen – nämlich bislang nur noch 15 Zähler geholt. Ingolstadt hat sieben Punkte vor Vorsprung vor der Gefahrenzone, hängt aber am Tropf der ersten Mannschaft. Sollte die aus der zweiten Bundesliga absteigen, würde die Reserve als erster Regionalliga-Absteiger gesetzt.

FC Ingolstadt 04 II: Knaller - Schröck (70. Kryeziu), Gerlspeck, Grauschopf, Weiß, Grauschopf - Sussek, Rinderknecht, Pöllner, Senger -Kosuch (62. Imsak), Suljic (79. Hasenhüttl). - Trainer: Strobl.

FC Memmingen: Zeche - Boyer, Schmeiser (50. Rietzler), Jokic, Lutz (34. Schad) - Kücük, Heger, Heilig - Helmbrecht (83. Watanabe), Celani, Kircicek. - Trainer: Baierl.

Tore: Fehlanzeige. - Schiedsrichter: Kreye (Warmensteinach). - Gelbe Karten: Suljic, Hasenhüttl / Schmeiser, Jokic. - Rote Karte: Schad (51./gefährliches Spiel). - Zuschauer: 150.

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(Foto: BFV.TV/Die Ligen)

 

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