FC Bayern München II kommt mit den Stars der Zukunft

Emre Can Heger 2013 300An den 17. April 2013 dürfte Stefan Heger (links im Bild im weißen Trikot) noch allerbeste Erinnerungen haben. Als einziger aus dem jetzigen Kader war er dabei, als der FC Memmingen damals beim FC Bayern München II mit 2:1 gewann. In der Rückschau war es ein ganz besonderes Spiel, wenn man die Aufstellung der „kleinen Bayern“ von damals genauer betrachtet. Ein gewisser Emre Can (hochsteigend in der Bildmitte) war angesichts der in dieser Partie verspielten Meisterschaftsträume ziemlich angefressen, suchte aber die Schuld beim Gegner, dem er „destruktiven Fußball“ vorwarf. Ein Video dazu kursiert noch heute im Internet. Die Memminger verwiesen einfach auf das Ergebnis auf Anzeigetafel im Heimstettener Sportpark.

Der weitere Weg von Can ist bekannt. Über Bayer Leverkusen und den FC Liverpool mauserte er sich zum deutschen Nationalspieler, kickt heute erfolgreich bei Juventus Turin in Italien. Mit dabei war auch der Belgier Pierre-Emile Höjbjerg, ein hochgehandeltes Talent, das über Schalke 04 den Weg in die englische Premiere League zum FC Southhampton fand. Es sind zwei der prominentesten Beispiele, wie große Karrieren beim FC Bayern im Kleinen gestartet worden sind. Die Liste lässt sich mit zahllosen Spielern fortsetzen, die heute in den Profiligen in Deutschland, Österreich oder den Niederlanden spielen. Wie beispielsweise Mitchell Weiser (Leverkusen) oder den österreichischen Nationalspieler Alessandro Schöpf (Schalke 04).

Nur eines haben die Münchner seit David Alaba nicht mehr geschafft, nämlich dass einem der geförderten Talente aus dem eigenen Nachwuchs der finale Sprung in die erste Mannschaft gelang. Das hat in den vergangenen Jahren nicht nur FCB-Boss Uli Hoeness immer wieder kritisiert. Ob es heuer anders läuft? Trainer Holger Seitz hat jedenfalls eine ganze Reihe Akteure in seinen Reihen, die das Zeug zu mehr haben. Vielleicht kann am Ostersonntag (18 Uhr) im Regionalliga-Heimspie des FCM gegen den FC Bayern München II in der Memminger Arena wieder einer der großen Fußballstars der Zukunft bewundert werden.

Einige durften schon im Profikader Bundesliga- oder Champions-League-Luft schnuppern. Dazu gehört Kwasi Okyere „Otschi“ Wriedt. Der 24-jährige Deutsch-Ghanaer führt mit 20 Treffern die Regionalliga-Torschützenliste an. Zwölfmal hat auch schon der Koreaner Wooyeong Jeong (19) getroffen. Lars-Lukas Mai (18), Maxime Awoudja (21), Meritan Shabani (20), der aus Kanada für eine geschätzte Ablösesumme von 10 Millionen Euro geholte Alphonso Davies (18/5 Bundesliga-Einsätze) und der erst 17-jährige (in Memmingen allerdings gesperrte) Holländer Joshuha Zirkzee sind weitere Namen, die schon jetzt hoch gehandelt werden.

Hoeness hat übrigens vor einiger Zeit den FCM-Vorsitzenden Armin Buchmann angeblöfft, warum Talente aus Memmingen nicht mehr den Weg zum FC Bayern finden – zumindest nicht mehr nach der Zeit eines Frank Wiblishauser. Im Fall von Jannik Rochelt (20) hat sich das geändert. In der Winterpause wechselte er vorzeitig nach München, mauserte sich schnell auch dort zur Stammkraft und darf sich neben den Aufstiegsspielen zur 3. Liga auch noch auf ein weiteres besonderes Ereignis in seiner noch jungen Karriere freuen. Der FC Bayern II steht am 2. Mai gegen Dinamo Zagreb im Endspiel des Premiere League International Cups, einem Wettbewerb für die U23-Mannschaften der europäischen Spitzenklubs.

(Foto: FUPA/Christian Weih)

 

 

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