Regionalliga-Reform: Es soll (fast) so bleiben wie es ist

RL Tagung 02 Koch 300Die Quadratur des Kreises für die Reform der Regionalligen in Deutschland bleibt ungelöst. Über vier Stunden tagten die Vereinsvertreter aus den Regionalligen Bayern, Nordost und Nord in Landsberg/Peißen bei Leipzig, um am Ende festzuhalten, dass an der Schnittstelle zwischen Amateur- und Profifußball es (fast) so bleiben soll, wie es ist. „Wir sind zu dem klaren Ergebnis gekommen, dass es schlicht nicht möglich ist, aus den drei Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Ligen zu bilden“, informierte DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch (Bildmitte), dass sich die große Mehrheit der Klubs gegen eine Zerschlagung der bisherigen Viertliga-Struktur ausgesprochen habe. Getroffen hätte es den Nordosten, der aufgeteilt worden wäre.

Für den FC Memmingen saß der Vorsitzende Armin Buchmann unter den über 50 Vereinsvertretern. Er sprach „von einem emotionalen, zähen Ringen“. Ausschlaggebend waren schließlich die Interessen der reinen Amateurklubs, die einer Staffel-Reduzierung mit Wegfall von Derbys und weiten Fahrten keine wirtschaftliche Perspektive sehen. Zumal es keinerlei Aussichten, gibt, dass es eine finanzielle Unterstützung – zum Beispiel durch TV-Gelder – geben könnte.

Wie geht es nun weiter? Es gibt aus der Tagung heraus die Empfehlung, dass ab der Saison 2020/21 aus den Regionalligen Südwest und West die Meister in die 3. Liga aufsteigen. Aus den weiterbestehenden Regionalligen Bayern, Nordost und Nord müssten in einer, wie auch immer ausgestalteten Runde zwei weitere Aufsteiger ermittelt werden. Einer der Teilnehmer geht damit trotz Meisterschaft in seiner Klasse leer aus. Ein Beschluss fällt auf dem DFB-Bundestag am 26./27. September in Frankfurt (Main). Dort haben die Delegierten aus den Verbänden Bayern, Nordost und Nord etwa ein Drittel der Stimmen – was nicht die Mehrheit wäre. Koch geht jedoch davon aus, dass sich diese nach dem jetzt gesendeten deutlichen Signal finden lässt.

Die Reform-Diskussion: Über etliche von Modelle ist in Landsberg/Peißen abgestimmt worden. Allesamt abgelehnt wurden die folgenden Vorschläge:

- die Zerschlagung der Regionalliga Nordost und die Verteilung der Vereine auf die Staffeln Bayern und Nord
- ein deutschlandweit zwei- oder dreigleisige Regionalliga
- eine Zusammenlegung der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern und Hessen zu einer Regionalliga
- eine jährlich wechselnde freie Einteilung von vier Regionalligen nach geographischen Gesichtspunkten

(Foto: BFV)

 

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