Auswärts in Heimstetten: Wird es wieder hitzig?

Siegfanz 300„Giftig“ – Kevin Siegfanz (im Bild), Co-Trainer beim Fußball-Regionalligisten FC Memmingen, braucht nur ein Wort, um das erste Aufeinandertreffen zwischen den Allgäuern und dem SV Heimstetten in dieser Saison zu beschreiben. Damals hatten die Maustädter vor eigenem Publikum in letzter Minute den 2: 2-Ausgleich erzielt. An diesem Samstag ist es wieder soweit: Ab 14 Uhr tritt der FCM, derzeit Tabellenvierter (39 Punkte), in Heimstetten an. Die Heimelf steckt derweil im Abstiegskampf und belegt Relegationsplatz 16 (23 Punkte).

Das Hinspiel war turbulent: Neun Gelbe Karten (darunter zwei Gelb-Rote gegen die Gäste) wurden verteilt und Heimstettens Co-Trainer Lennart Hasenbeck auf die Tribüne geschickt. Es gab hitzige Wortgefechte, aufgebrachte Fans und eine gallige Atmosphäre auf dem Platz. Memmingen hatte sich lange schwergetan, nach einem 0: 2 aber noch einen Punkt geholt (2: 2). Siegfanz ist daher gewarnt: „Das wird ein ganz hartes Stück Arbeit.“ Er rechnet mit einem hitzigen und kampfbetonten Spiel: „Dem SVH steht das Wasser bis zum Hals. Das ist eine schwere Aufgabe, weil sie punkten müssen.“ Zwar kehrt wohl Mittelfeldspieler Olcay Kücük nach auskurierter Krankheit in den Kader zurück. Doch dafür fehlt dem FCM Dennis Hoffmann, der zuletzt gegen Nürnberg II (2: 0 für Memmingen) die Ampelkarte sah.

Trotzdem ist Siegfanz zuversichtlich – vor allem, weil die Stimmung im Team „wirklich super“ und der FCM „gut drauf“ sei. „Wenn man erfolgreich ist, ist es natürlich für alle einfacher – aber zur Zeit macht es richtig Spaß“, erzählt der 43-Jährige. Nicht zuletzt deshalb habe er auch seinen Vertrag verlängert. Und das, obwohl Cheftrainer Stephan Baierl nach der Saison sein Amt niederlegt – sein Nachfolger wird Uwe Wegmann (wir berichteten).

„Ich arbeite sehr gern mit Stephan zusammen – und ich kenne Uwe Wegmann schon ewig. Wir verstehen uns super. Ich war beim FC Kempten sogar unter ihm noch Spieler“, sagt Siegfanz. Deswegen habe es keine Rolle gespielt, dass ein anderer Chefcoach kommt. Sowohl Baierl, als auch Wegmann seien tolle Trainer. „Ich glaube, dass wir da einen guten Nachfolger gefunden haben.“ Und auch in der Mannschaft sei keine Veränderung zu spüren, seit bekannt wurde, dass Baierl aufhört: „Man merkt es überhaupt nicht, Stephan macht einen Top-Job und die Spieler ziehen mit.“ Um das große Ziel zu erreichen, bestes Amateurteam der Liga zu werden und sich so für den DFB-Pokal zu qualifizieren, könne die Situation sogar ein Vorteil sein, erklärt Siegfanz. „Alle müssen sich für nächste Saison empfehlen, das ist für viele eine zusätzliche Motivation.“

Doch auch, wenn der FCM nach der Winterpause bislang aus zwei Spielen vier Punkte geholt hat, wird der Abstand auf Eichstätt (2. Platz) und Schweinfurt (3.) nicht kleiner. Siegfanz gibt sich dennoch kämpferisch: „Solange es rechnerisch möglich ist, werden wir alles geben. Die Teams vor uns punkten auch sehr gut, aber wenn sie patzen, müssen wir da sein – deshalb wäre ein Sieg in Heimstetten so wichtig.“

(Von Jan-Mirco Linse – Allgäuer Zeitung vom 16.03.19 – Foto: Olaf Schulze)

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